13. Über die Macht des Glaubensssatzes: „Ich kann tun und lassen, was ich will!“

 

„Ich kann tun und lassen, was ich will – wann ich will, so viel ich will, so lange wie ich will.“

So lässt sich ein zentraler Glaubenssatz der ‚freiheitlichen Konsumgesellschaften‘ benennen, in denen wir aktuell leben. Gefragt ist das ‚Sofort‘, das ‚Jetzt‘, das ‚Jederzeit‘ und das grenzenlose ‚Alles‘. Die Frage danach, wie das funktionieren soll, wird ausgeblendet.

Automatische Folge ist ein ungebremstes, grenzenloses Anspruchsdenken, das keine Fragen stellt, sondern sich einfach nimmt, worauf es glaubt, einen Anspruch erheben zu können. Was das für eigene und fremde Ressourcen bedeutet, bleibt dabei außen vor.

Ich habe hier bewusst von einem Glaubenssatz gesprochen, denn wir Menschen eignen uns Sichtweisen an, von denen wir später mehr oder weniger ‚automatisch‘ glauben, dass sie für uns gut und richtig sind. Warum sollten wir uns etwas Schlechtes aneignen? Glauben bedeutet auch darauf vertrauen, dass etwas ‚passt‘ oder ’stimmt‘. Der Begriff wird im Sozialen wie auch im Religiösen verwendet, wo man die Richtigkeit von Vielem oft nicht überprüfen kann. Erst die Erfahrung zeigt, wo man mit seinem Vertrauen richtig lag und wo nicht.

Woher kommt ein solches hier beschriebenes Anspruchs-Denken? Wem nützt es? Wer sind eher Leidtragende?

 

 

 

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